Leonardo Da Vinci - Der Mensch

Der Da Vinci Code

Da Vinci

Sakrileg

► Home

Die Phantasien:


Über den Film

► Inhalt
► Besetzung
► Teaser-Poster
► Film-Poster
► Gallery

Die Fakten:


Die "Prieuré de Sion"

► Die Wirtshausstory
► Der "reiche" Abbé
► Die BBC reingelegt


Die Tempelritter

► Der Aufstieg
► Der Niedergang


Der Heilige Gral

► Frühe Schriften
► Neuere Deutungen


Leonardo Da Vinci

► Lebenslauf
► Der Mensch

► Impressum


Leonardo Da Vinci


► Der Mensch Leonardo


Der Mensch Leonardo Da Vinci


Aus den verschiedenen Quellen und Indizien lässt sich schließen, dass Leonardo nicht nur ein begnadeter Künstler und aufgeschlossener und neugieriger Wissenschaftler, sondern auch ein ausgesprochen charmanter, humorvoller und eloquenter Gesellschafter mit einnehmendem, fröhlichen Wesen und gefälligem Aussehen war. Er hat sich vornehm gekleidet und trug gerne rosa, orange und purpurne Farbtöne, die nach der damaligen Etikette eigentlich dem Adel vorbehalten waren. Bei Festen glänzte er als Ausstatter, Musiker und Vortragender selbst verfasster Satiren.

Zur damaligen Zeit ziemlich ungewöhnlich, hat Leonardo das Töten von Tieren abgelehnt und sich vegetarisch ernährt. Bisweilen machte er sich einen Spaß daraus, auf dem Markt Vögel aus ihren Käfigen zu befreien. Als Linkshänder kultivierte Leonardo die Spiegelschrift, in der er seine äußerst umfänglichen Notizen festhielt. Dies diente wohl vornehmlich dem Zweck, das Kopieren seiner Aufzeichnungen zu erschweren, denn ein Konstrukt wie das "Copyright" war zur damaligen Zeit unbekannt. Den gleichen Zweck erfüllten auch viele absichtliche Fehler, die der Konstrukteur in seinen Zeichnungen einbaute - das sollte ein Abkupfern verhindern.

Es kann anhand der Interpretation vieler Werke und des Lebenslaufs als gesichert gelten, dass Leonardo homophil veranlagt war. Aufgrund einer anonymen Anzeige wurde er 1476 wegen "Sodomie" (homosexueller Handlungen) mit dem 17-jährigen Modell Jacopo Saltarelli angeklagt, die Anklage wurde aber wohl aus Mangel an Beweisen fallengelassen. Nach diesem Ereignis hatte der Künstler seine Beziehungen nicht öffentlich gelebt.

1490 trat der damals 10-jährige Gian Giacomo Caprotti di Oreno in Leonardos Leben. Der blonde, anmutige Lockenkopf wurde Salai oder auch Salaino genannt (was soviel heißt wie "Teufelchen") und wurde von Leonardo aufgenommen. Salai war dessen Modell, Schüler und später auch Diener und wahrscheinlich eine Zeitlang sein Liebhaber. Obwohl Salai sich in seinen jungen Jahren laut Leonardos Aufzeichungen als "Dieb, Lügner, dickköpfig und ein Vielfraß" benahm, dauerte diese Beziehung über drei Jahrzehnte an.

1506 lernte Leonardo den damals 15-jährigen Francesco Melzi kennen. Der Mailänder Graf wurde sein Schüler und Liebhaber. Diese künstlerische und private Beziehung dauerte bis zum Tode Leonardos. Unter der Anleitung des Meisters erlangte Melzi beachtliche Fertigkeit und führte immer mehr Werke zusammen mit Leonardo aus. In dessen letzten Jahren, als der vermutlich wegen eines Schlaganfalls an der rechten Hand gelähmt war, malte und zeichnete Melzi nach der Anleitung Leonardos. Nach neueren Erkenntnissen hat Melzi ganz oder wesentlich Werke selbst hergestellt, die bislang Leonardo zugeschrieben wurden, dazu könnte etwa "Johannes der Täufer" gehören. Nach dessen Tod wurde Fancesco Melzi zum Erblasser des künstlerischen und wissenschaflichen Werks Leonardos. Nachdem Melzi seinerseits verstarb, wurde dieses Erbe von seinen Verwandten verschachert und ist somit großenteils für die Nachwelt untergegangen.

In Dan Browns Roman wie auch im Film wird die Behauptung aufgestellt, Leonardo sei einer der Großmeister des Ordens ´Prioré de Sion´ gewesen. An anderer Stelle haben wir bereits die Existenz dieser Vereinigung zu Da Vincis Zeit widerlegt. Davon abgesehen, ist es schon aufgrund der Person kaum vorstellbar, ihm den Vorsitz eines religiösen zuzuschreiben. Sein Verhältnis zur Kirche war, obschon er zeitweise in ihren Diensten stand, reserviert. Leonardo hatte viele einflussreiche Freunde und Bekanntschaften, darunter Cesare Borgia, Niccolo Machiavelli und König Franz I. von Frankreich. Eine Einordnung in eine strenge hierarchische Struktur hätte er daher gar nicht nötig gehabt, darüber hinaus hätte es auch sicher nicht seinem Naturell entsprochen: Er war zwar durchaus gesellig, aber ein ausgesprochener Individualist und Freidenker. Damit war er ein klassischer Vertreter der Gedanken der Renaissance, mit rationaler, humanistischer Weltsicht. Leonardo als Anhänger einer verschwörerischen, der Vergangenheit zugewandten Loge darzustellen, ist somit schlicht Abwegig.



Leonardo Da Vinci


► Der Mensch Leonardo


David von Verrocchio

Leonardo stand vermutlich Modell für die Bronzefigur "David" von Verrocchio











Salai

Salai, portraitiert von einem Mitschüler









Portrait des Leonardo, Melzi zugeschrieben

Portrait des Leonardo, Melzi zugeschrieben





Der DaVinci Code

DaVinci

Sakrileg

Dies ist nicht die offizielle Seite der Sony Pictures zum Film "Der Da Vinci Code - Sakrileg" ► Oscar & Golden Globe