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Der Heilige Gral


► Teil 1: Frühe Schriften

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Der Heilige Gral - Frühe Schriften


Der Gral erhält sein heutiges mystisches Ansehen aufgrund der frühen Geschichten, in denen er erstmals am Ende des. 12 Jahrhunderts und Anfang des 13. Jahrhunderts erwähnt wurde. Die Templer waren auf der Höhe ihrer Macht. Ebenso die Kirche. Geoffrey of Monmouths "Bestseller" aus dem Jahr 1136, "History of the Kings of Britain", brachte weitere Inspiration mit seiner Sage um König Artus und den Zauberer Merlin.

Einer der Schreiber, die von Geoffreys Werk beeinflusst waren, ist der Franzose Chrétien de Troyes, der die westliche Christenwelt in die Thematik des Heiligen Grals einführte.

Chrétiens unvollendeter prosaischer Versroman "Perceval ou le Conte du Graal" erzählt vom jungen, unerfahrenen Fahrenden Ritter Parzival, der auf ein mysteriöses Schloss eines alten und kranken Königs stößt. Hier erlebt er viele Wunder, sieht eine blutende Lanze und eine Jungfer, die den Gral trägt. An dieser Stelle sollte erwartet werden, dass Parzival die entscheidenden Fragen stellte: "Was ist der Gral? Wozu dient er?", doch es bleibt aus, und so muss er seine Wanderung fortsetzen, bis er erfahren genug ist, dem Gral erneut zu begegnen.

Chrétiens Geschichte inspirierte viele Ableger. Manche waren die Fortsetzungen von Parzivals Streben, währen andere, wie Robert de Borons "Joseph D´Arimathie", die Geschichte des Grals selber verfolgten.

De Boron zufolge, der sein Buch auf der Grundlage der Evangelien und der Apokryphen schrieb, wurde der Kelch, den Jesus bei seinem letzten Abendmahl gebrauchte, gestohlen und zu Pontius Pilatus geracht. Dieser wollte allerdings nichts mit dem Verurteilten zu tun haben, und so gab er den Kelch Joseph von Arimathea, einem Soldaten.

Als Jesus vom Kreuz genommen wurde und seine Wunden gewaschen, sammelte Joseph dessen Blut in dem Kelch. Dann, als der Leib Christi aus seinem Grab verschwand, wurde Joseph verhaftet, doch Jesus erschien ihm, gab ihm den Kelch und sagte ihm, er solle zum Gedenken an die Kreuzigung eine Messe feiern.

Joseph scharte einige Anhänger um sich und bildete die Gralshüter, die heilige Reliquie bewachen sollten. Josephs erster Nachfolger war dessen Schwager Bron, auch der ´Reiche Fischer´ genannt.

Es war diese Erzählung von de Boron, in der der Gral erstmals als Kelch erwähnt wird, aus dem Jesus beim Abendmahl getrunken habe, und mit dem das Blut des Gekreuzigten aufgefangen wurde. Tatsächlich nimmt der Gral in den zahllosen Geschichten vielfältige Gestalt an. Manchmal ist es eine Schale oder eine Schüssel - im Altfranzösisch ist "graal" vom lateinischen "gradalis" hergeleitet, was "Schüssel" bedeutet. Der Ritterdichter Wolfram von Eschenbach, von östlicher Literatur beeinflusst, beschreibt ihn hingegen als einen Stein, der vom Himmel fiel und den Phoenix ermächtigte, aus der Asche emporzusteigen.



Der Heilige Gral


► Teil 1: Frühe Schriften

► Teil 2: Moderne Interpretationen

Geoffrey von Monmouth

Page from
"Historia regum Britanniae"
von Geoffrey von Monmouth, 1136









Joseph von Arimathea

Joseph von Arimathea
hält den Heiligen Gral,
Kirchenfenster in St. Johannes, Glastonbury, GB







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Dies ist nicht die offizielle Seite der Sony Pictures zum Film "Der Da Vinci Code - Sakrileg" ► Oscar & Golden Globe